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Die Analogie vom kleinen Nomaden

Spuren. (© Łukasz Kurbiel - Fotolia.com)

Freerk Bau­mann ken­nen meine Leser schon aus mein­er Buchbe­sprechung Die Macht der Bewe­gung“. Heute komme ich nochmal auf sein Buch zurück, weil ich darin eine schöne und anschauliche Erk­lärung für den men­schlichen Bewe­gungstrieb gefun­den habe.

Gle­ich am Anfang macht Bau­mann auf eine inter­es­sante Beobach­tung aufmerk­sam: Wir Men­schen reagieren bei emo­tionalen Erleb­nis­sen intu­itiv mit Bewe­gung, egal, ob Freude, Schmerz oder Trauer. Wenn wir uns freuen, reißen wir die Arme hoch, sprin­gen auf, machen ein bes­timmtes Handze­ichen, wer­fen den Kopf zurück. Wenn wir uns z.B. nach einem Schick­salss­chlag aus der Starre befreien möcht­en, müssen wir auf­ste­hen und uns bewe­gen. Ger­ade wenn es uns schlecht geht, möcht­en wir häu­fig fliehen, laufen, uns von einem Ort fort­be­we­gen, wie beispiel­sweise For­est Gump“ im gle­ich­nami­gen Film.“, beschreibt Bau­mann diesen inneren Reiz und stellt fest: Unser Kör­p­er stellt dem­nach das Ven­til dar, aus dem durch Aktiv­ität eine innere Bal­ance wieder­hergestellt wer­den kann, bei pos­i­tiv­en wie auch bei neg­a­tiv­en Ereignis­sen.“ Eine Art der Bewe­gung ist dabei von ganz zen­traler Bedeu­tung für uns Men­schen:

Es gibt eine Bewe­gungs­form, die seit Urzeit­en wie keine andere tief im men­schlichen Leben ver­ankert ist: das Wan­dern.“

Bau­mann erk­lärt dies mit der Lebensweise unser­er Vor­fahren in der Frühzeit der Men­schheits­geschichte, die als Nomaden über die noch dünn besiedelte Erde streiften. Länger an einem Ort zu bleiben, war nicht üblich und auch wegen der Nahrungs­beschaf­fung nicht möglich. So ver­ankerte sich in unseren Genen die Erfahrung der Bewe­gung und des Rück­zugs auf uns selb­st, um Kör­p­er, Seele und Geist in Ein­klang zu brin­gen.“ Dieses genetis­che Erbe lebt auch in uns mod­er­nen Men­schen weit­er.“

Aber: Die unfass­bar schnelle Verän­derung der Welt, mit all ihren erle­ichtern­den Erfind­un­gen hat den kleinen in uns leben­den Nomaden einges­per­rt.“ Und ger­ade dann, wenn es uns mal nicht so gut geht, wird dieser kleine gefan­gene Nomade in uns aktiv und will sich bewe­gen. Doch viel zu oft bremst uns der Ver­stand und die Ver­nun­ft“ aus, der Reiz jedoch bleibt.“

Mir gefällt diese Analo­gie so gut, dass der kleinen Nomaden“ bzw. die kleine Nomadin“ in Zukun­ft das Sym­bol mein­er Wan­derun­gen sein soll.

Autor:

Als zertifizierte Sport-Mentalcoach wandere ich alleine und mit meinen Kunden. Spezialisiert habe ich mich auf Bergwanderer und Outdoorsportler mit hohem Sicherheitsbedürfnis, u. a. auf steilen, rutschigen + unebenen Ab- und Aufstiegen, an ausgesetzten Stellen, beim alleine Wandern, Navigieren und Orientieren sowie Langstreckenwandern und Basetrail Running. Abonniere meinen Newsletter, verschenke einen Gutschein oder unser Buch Rheinhessische Spazier-Gänge.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Heute am Feiertag wird in Zürich gearbeitet. Zeit zum Lesen? « Lebenstempo-Blog

  2. Ich werde diesen schö­nen Blog-Beitrag im aktuellen Leben­stem­po-Brief ver­linken … sollte heute Nach­mit­tag raus­ge­hen. Schönes Wan­dern. Ich liebe es auch. Her­zlich­er Gruß vom Zürich­see.

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