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Wildschwein — kein Kuscheltier, aber auch kein Angreifer!

Wildschwein. (© Photohunter - Fotolia.com)

Tiefe Mulden mit Borsten über­sät: Wer im Moment im Wald unter­wegs ist, sieht allen­thal­ben Spuren von Wild­schweinen in der feucht­en Erde. Über Begeg­nun­gen mit Wild­schweinen im Wald kur­sieren wilde Geschicht­en. Was ist da wirk­lich dran? Dieser Sache bin ich auf den Grund gegan­gen und habe die gefragt, die es wis­sen müssen: die Förster der rhein­land-pfälzis­chen Forstver­wal­tung. Die Antwort darf ich hier im Blog veröf­fentlichen. Danke dafür! Um es vor­weg zu nehmen: Vor Wild­schweinen braucht man keine Angst zu haben, wenn man einige wenige Ver­hal­tensregeln beherzigt.

Tharun Touren: Hal­lo, liebe Förster. The­ma Wild­schweine”. Muss man wirk­lich Bedenken haben, oder sind die Geschicht­en, die man so hört, über­trieben? Was ist zu beacht­en? Was kann ich tun, wenn plöt­zliche eine Horde Wild­schwein meinen Weg kreuzt (oder ich den der Wild­schweine)?”

Web-Förster: Wie die meis­ten Schauergeschicht­en naturent­fremde­ter Men­schen, sind auch die Mythen über die Wild­schweine unberechtigt. Natür­lich ist ein Wild­schwein kein Kuschelti­er und eine Bache (Mut­ter) kann auch echt böse wer­den, wenn sie ihre Frischlinge gefährdet meint. Aber in aller Regel sehen Wild­schweine zu, dass sie dem gefährlich­sten Räu­ber unser­er Wälder – dem Men­schen – aus dem Weg gehen. Wenn Sie und Ihre Kinder fol­gen­den ein­fachen Regeln ein­hal­ten, kön­nen Sie jeden Wal­daufen­thalt in vollen Zügen genießen:

1) Niemals Frischlinge (Wild­schweinkinder) stre­icheln wollen, auch wenn sie schein­bar alleine sind. Das ist so ziem­lich das aller­let­zte, was man machen sollte.

2) Nicht an (schein­bar) tote oder gar (nur) ver­let­zte Tiere her­antreten. Ein unbe­weglich daliegen­des Wild­schwein muss noch lange nicht tot sein. Und ver­wun­dete Wild­schweine kön­nen im wahrsten Sinne des Wortes lebens­ge­fährlich sein. Melden Sie solche Funde ein­fach der näch­sten Polizei­di­en­st­stelle, oder, wenn Sie wis­sen wo, dem näch­sten Forstamt. Für Rhein­land-Pfalz find­en Sie die Adresse auf www.wald-rlp.de.

3) Mei­den Sie Dick­un­gen (dichte Wälder, durch die Sie nicht durch­schauen kön­nen). Ins­beson­dere, wenn Sie glauben einen mag­gi-arti­gen“ Geruch wahrzunehmen. Wild­schweine schieben sich tagsüber gerne in solche Dick­un­gen ein oder leg­en Ihre Wur­fkessel (Kinder­stuben) dort an. Bleiben Sie hier ein­fach auf den Wegen.

4) Schle­ichen Sie nicht durch den Wald. Sie brauchen nicht beson­ders laut zu sein. Nor­male Gespräche in Zim­mer­laut­stärke reichen aus. Wild­schweine ver­hören (hören) sehr gut und wer­den lange, bevor Sie in Ansicht kom­men, das Weite gesucht haben. (Das gilt nicht unbe­d­ingt bei Dick­un­gen, weshalb ich hier noch ein­mal auf die Vor­sichts­maßregel 3 hin­weisen möchte).” E‑Mail vom 25.2.2013, Web-Förster, www.wald-rlp.de

Heike Tharun

Autor:

Mein Name ist Heike Tharun. Ich bin Sport-Mentalcoach und passionierte Bergwanderin. Ängste, Unsicherheit und Zweifel in den Bergen kenne ich aus eigener Erfahrung. Bullshit! Vor acht Jahren habe ich entdeckt, was Kopf und Körper brauchen, damit Du aus dieser Nummer rauskommst, bin selbst diesen Weg erfolgreich gegangen und seit 2015 zertifizierte Sport-Mentalcoach. Auf Heimatwandern zeige ich Dir, wie auch Du als Wanderer oder Outdoorsportler mit hohem Sicherheitsbedürfnis u. a. auf steilen, rutschigen + unebenen Ab- und Aufstiegen, an ausgesetzten Stellen, beim Alleinewandern, Navigieren und Orientieren sowie Langstreckenwandern Dein Potenzial abrufst und selbstsicher mit Zuversicht und Freude in Deinem Lieblingsgebirge unterwegs bist! Abonniere meinen Newsletter, verschenke einen Gutschein oder bestelle fürs kulinarische Gipfelglück unser Buch aus dem Land der 1000 Hügel.

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